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Ölfarben - Tipps zur Alla-prima-Technik

Mit alla prima zum Erfolg

Die „alla prima“-Malerei nennt man auch Nass-in-Nass-Malerei, denn bei dieser Technik wird das Bild in einem Arbeitsgang, spontan und ohne Berücksichtigung von Trocknungszeiten beendet. Der Künstler arbeitet unmittelbar auf die Leinwand und plant nichts. Es geht ihm mehr um die Wiedergabe von Stimmungen als um die genaue Bilddarstellung. Wie bei traditionellen Ölfarben, gilt auch für die wasserlösliche Ölfarbe der Leitsatz „fett auf mager“. Ölfarbe wird in Schichten aufgetragen. Jede der folgenden Schichten muss flexibler sein als die darunter liegende. Das bedeutet: flexibel auf weniger flexibel, also fett auf mager oder dick auf dünn. Auch bei der „alla prima“-Malerei, bei der man die Farbe in einem Arbeitsgang aufträgt, verhält es sich so. Zwar trocknen die einzelnen Farbschichten nicht durch, bevor neue Farbe aufgetragen wird, aber auch hier beginnt der Künstler mit einer dünnen Vorzeichnung und legt dann die Farbe in gleichmäßigen Schichten an. Dies hat zur Folge, dass eine stabile Schicht entsteht, die gleichmäßig durch trocknet.

Meine Tipps für bessere Ergebnisse:

Von dunkel nach hell
Beginnen Sie mit den dunklen Farbtönen eines Motivs und arbeiten Sie sich Schritt für Schritt zu den hellen Farben durch bis hin zum Weiß, das die Spitzlichter und Spiegelungen darstellen soll. Missachten Sie diese Regel, erhalten Sie schmutzige und graue Farbpartien in einem Bild. Viele Anfänger begehen den Fehler und tragen die Farbtöne wahllos auf. Sie beginnen mit hellen Farben, auch Weiß, und tragen dann dunkle Töne darüber auf. Das Ergebnis sind verschmierte, unstimmige Farben.

>> weitere Tipps

So verwenden Sie wasserlösliche Ölfarben richtig

Links wurde mit Wasser verdünnt, rechts mit Leinöl. Der Unterschied ist deutlich zu erkennen.

Egal was Sie bisher gehört haben, vergessen Sie es! Wasser hat in der wasserlöslichen Ölfarbe nichts zu suchen. Zum Verdünnen oder Verändern der Konsistenz gibt es die Malmittel.

Verwendet man Wasser zum Verdünnen, wird die Farbe schmierig und seifig. Sie verliert ihre Haftung auf dem Malgrund und lässt sich auch nicht mehr vernünftig mit anderen Farbtönen mischen.

Auch Acrylfarbe, traditionelle Ölfarbe, Gouache usw. haben nichts in der wasserlöslichen Ölfarbe zu suchen.

Mit dem wasserlöslichen Leinöl (Artisan) wird die Farbe öliger und glatter. Aber auch leichter zu verstreichen. Der Farbton wird etwas kräftiger. Die Haftung wird stärker!

Für Lasuren eignet sich das Safloröl (Distelöl) sehr gut.

Wird die Farbe pur, also unverdünnt verwendet, bleibt der Pinselstrich erhalten und der Farbton verändert sich nicht.

So machen Sie es richtig!

Kein Wasser zum Anmischen oder Verdünnen verwenden.


Die Pinsel nach dem Reinigen mit Wasser und Kernseife immer trocken reiben.

Zum Verdünnen das Leinöl oder Safloröl von Artisan verwenden.

Eine schnellere Trocknung erreichen Sie mit dem schnelltrocknenden Malmittel von Artisan (Achtung! Das schnelltrocknende Malmittel enthält Zusätze,
die Allergien auslösen können. Bitte Datenblatt lesen) http://www.winsornewton.com/main.aspx?pageID=428

>> Video - Richtig malen mit wasserlöslichen Ölfarben - Eine kleine Einführung

Aus meiner Sicht ist dieses Malmittel aber nicht zwingend notwendig. Ich habe es ganz gerne, wenn die Farbe etwas langsamer trocknet. Dann kann ich auch noch am nächsten Tag Korrekturen anbringen.

Trocknungszeiten

Artisan Malmittel

Mit dem Standöl gelingt eine gleichmäßige und rasche Durchtrocknung der Farbschichten.

Das Märchen, dass Ölfarben langsam trocknen, hält sich hartnäckig. Leider, so muss ich sagen, denn das ist alles großer Quatsch. Ölfarben brauchen ihre Zeit zum durchtrocknen, bzw. oxidieren der Schichten. Den Öl verdunstet nicht, sondern oxidiert.

Je dicker die Farbschicht, desto länger kleben die Farben. Meine Erfahrung zeigt, dass
durch Beimischung von Standöl die natürliche Trocknung schon nach 1-2 Tagen einsetzt und man die Farbschichten dann auch weiter übermalen kann.

Nach ca. 12 Monaten sind dann alle Farbschichten soweit oxidiert, dass man einen Firniss auftragen kann.

Malt man Fett, mischt also viel Leinöl oder Standöl bei, bleibt die Oberfläche lange klebrig. Aber auch das verschwindet nach einiger Zeit.

Aber! Nach ca. 1-4 Wochen (Je nach Schichtdicke) kann man die Farbe auf der Oberfläche getrost anfassen. Sie ist soweit gebunden, dass nichts mehr passieren kann.

>> Video - Seerosen malen

>> Video - Richtig malen mit wasserlöslichen Ölfarben - Eine kleine Einführung

>> Video - Malen mit wasserlöslichen Ölfarben - Teil 2